Entdeckung von Gravitationswellen

15.02.2016

Das Institut gratuliert den Kollegen von LIGO zur sensationellen Entdeckung von Gravitationswellen.  

 

Gravitationswellen sind Schwingungen des Raumes. Sie entsprechen der Ausbreitung von Signalwellen der Gravitation in Analogie der Ausbreitung von Lichtwellen für Elektrische Kräfte. Diese Verzerrungen können nur von extremen Prozessen wie die Verschmelzung schwarzer Löcher ausgelöst werden. Die erstmalige Messung eines solchen Signals wurde nun am 11. Februar in einer Pressekonferenz durch das LIGO Gravitationswellendetektors präsentiert.

Es wird vermutet, dass bei diesen spektakulären kosmischen Katastrophen auch höchstenergtische Teilchen entstehen. Aus diesem Grund gibt es schon seit Jahren eine enge Zusammenarbeit mit dem IceCube Neutrino Experiment. In einer gemeinsamen Datenanalyse wurde nun sofort nach der Entdeckung auch nach kosmischen Neutrinosignalen in zeitlicher Verbindung mit der gemessenen Gravitationswelle gesucht, aber kein Signal gefunden. Dies ermöglicht bereits die Einschränkung physikalischer Modelle, und demonstriert, dass mit der sensationellen Entdeckung ein völlig neues Beobachtungsfenster zum Kosmos aufgestoßen wurde.

Wir gratulieren unseren Freunden im LIGO Projekt zu ihrem Erfolg.

  Gravitationswelle IceCube Collaboration

Obere Grenze auf die Fluenz hochenergetischer Myon-Neutrinos in Verbindung mit GW150914 als Funktion der möglichen Quellrichtung. Zum Vergleich sind wahrscheinliche Richtungen auf Grund der Gravitationswellenmessung gezeigt.