RANGE- Projekt startet

20.02.2015
RANGE Projekt DLR

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Verteilte Intelligenz für die Suche nach außerirdischem Leben auf dem Saturnmond Enceladus

 

Am 1. Februar 2015 erklang der Startschuss für das Projekt "RANGE - Robuste akustische autonome Navigation in Gletscher-Eis für die Suche nach außerirdischem Leben auf dem Saturnmond Enceladus".

Die RWTH Aachen entwickelt im Rahmen dieses Projektes die verteilte Intelligenz für ein Netzwerk autonomer Schmelzsonden, die sich über akustische Signale gegenseitig in Gletscher-Eis lokalisieren. Dies geschieht durch eine Kooperation zwischen dem III. Physikalischen Institut und dem Institutsclusters IMA/ZLW & IfU des Maschinenbaus. Dieses Netzwerk dient dann als Referenzsystem für mobile Roboter, die so sicher im Gletscher-Eis navigieren und Proben nehmen können - z.B. aus subglazialen wassergefüllten Spalten.

Das Projekt ist Teil der Enceladus Explorer Initiative (EnEx) des DLR Raumfahrtmanagement und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert. Das Ziel der vorangegangenen Phase war die Entnahme einer nicht kontaminierten (d.h. nicht durch mitgebrachte Mikroorganismen verschmutzten) subglazialen Wasserprobe in der Antarktis, das im Dezember 2014 erreicht wurde. Für das Fernziel einer Enceladus Mission lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Navigation einer mobilen, fernsteuerbaren Schmelz-Sonde (dem sogenannten IceMole).

RANGE erweitert diesen Fokus auf der Autonomie eines Netzwerkes aus Schmelzsonden: Die einzelnen Schmelzsonden optimieren selbstständig ihre eigene Position im Eis, um so eine maximale Ortungsgüte auch in unbekannten Gebieten und trotz möglicher Störungen und Ausfälle erreichen zu können. Hierzu kooperieren die Wissenschaftler des III. Physikalischen Instituts unter Projektleiter Prof. Christopher Wiebusch mit dem IMA/ZLW & IfU, Prof. Sabina Jeschke.

Das gesamte Projekt hat eine Fördersumme von über 2 Mio. Euro und eine Laufzeit von knapp 4 Jahren.